Hintergrund – Die Welt der Mode

Modewelt2006 untersagten Veranstalter der Madrider Modewoche „Paserela Cibles“ Models mit einem geringeren Körpermaßindex als 18 den Laufsteg. Jedes Model musste sich vor der Show einer ärztlichen Kontrolle unterziehen.

2006 wurde in Barcelona die weltweite Charte für Essstörungen verabschiedet. Diese Charta fordert Verantwortliche aus Politik, Gesundheitswesen und Modewelt zu mehr Aufklärung über Essstörungen auf.

  • Bekannte Designerinnen (z.B. Stella McCartney) verbannen Magermodels aus ihren Werbelinien.
  • Mutige Unternehmen, wie die schwedische Textilkette Ahlens, fertigten bereits 2010 Schaufensterpuppen an, die den natürlichen Körpermaßen entsprechen. Die Kampagne stieß auf große Begeisterung bei den Kunden. Doch läuft die Diskussion über das schwächste Glied der Modekette. Es sind die Models, die „verbannt“ oder als schuldig beurteilt werden, nicht etwa die Designer, die Agenturen, die Fotografen.
  • Die Realität besteht darin, dass Designer ihre Kleidung nur in Größe 32 den Models zur Verfügung stellen – wer nicht hineinpasst, selbst schuld! Weltbekannter Modedesigner Joop rechtfertigt sich: „Wir leben ja nicht in der Kirche, wo Moral regiert; wir leben in einer Konsumgesellschaft, wo der Konsum regiert. Und da muss man manchmal Opfer bringen!“ (Schmidt: 2006: 17).