Hintergrund – Medien und Ihre Stars

  • Prominenz übernimmt zunehmend Verantwortung: So geben sich Brad Pitt, Cate Blanchett, Jessica Simpson natürlich und verzichten bei Werbebildern oder Coverbildern auf die Retusche.
  • Magazine, wie Madame Figaro, Elle-Magazin, Intelligent Life, Marie Claire präsentieren Ihre Stars unretuschiert.
  • Melissa McCarthy gilt als Wendepunkt der Hollywood Szene. Sie zeigt sich selbstbewusst und sexy auf der Hollywood-Leinwand. Ein starker Kontrast zu ihren dünnen KollegInnen.
  • Das deutsche Frauenmagazin Brigitte rief eine eigene Fotostrecken „ohne Models, sondern mit Frauen“ ins Leben. Bewusst verzichtete man auf Models sondern engagierte nur „Durchschnittsbürgerinnen“ für das Magazin.
  • Massenmedien kreieren keine neuen Normen, sie reagieren immer auf bereits laufende gesellschaftliche Prozesse der Werte- und Normenbildung, indem sie selektieren und medial konstruieren (Grimm: 2002: 25).
  • Bestehende Werte und Normenbildungen können jedoch von Medien erhalten, verstärkt und verzerrt weitervermittelt werden (ebd.)
  • Wünsche in einer gesättigten Marktgesellschaft werden vom Trend verstärkt, dieser Trend wird von Medien vermittelt. „Körperbilder und Schönheitsideale werden hier gewissermaßen öffentlich inszeniert,“ (Posch: 1999: 100ff).
  • Forschungen haben gezeigt, dass Medien zur Entwicklung von Essstörungen beitragen und diese ebenso aufrechterhalten (Spettigue: 2004).
  • 1998: Anne Becker, Harvard Professorin, bewies erstes Auftreten von Essstörungen nach Einführung von Satelliten-Fernsehen im Jahr 1995 auf den entlegenen Fiji-Inseln. (Becker: 2003: 408). Heutzutage fühlen sich 75% der Frauen auf den Fiji Inseln zu dick. Vor 1995 war Übergewicht ein Schönheitsideal.