Hintergrund – bildliche Gestaltung

  • Die Bildkommunikation wird durch markante Vorteile bestimmt (vgl. Kroeber-Riel/Esch: 2011: 25):

Gedächtniseffekt
Der geringe Anstrengungsaufwand zur Aufnahme und Verarbeitung von Bildern. Bei geringem Involvement sprechen Bildinformationen eindeutig KonsumentInnen mehr an. Die im Bild enthaltenen Informationen erreichen 50% der Empfänger, Textinformationen nur etwa 2% (Kroeber-Riel und Esch: 2011: 262)

Aktivierungseffekt
Bilder verfügen über einen größeren Erlebnis- und Unterhaltungswert. Somit können Bilder stärker aktivieren und werden besser erinnert.

Reihenfolgeeffekt
Bilder werden vor dem Text betrachtet. Dadurch kann der Inhalt besser gespeichert werden.

Manipulationseffekt
Bilder werden unbewusster wahrgenommen als der Text. Werbebilder sind besser geeignet, um das Konsumentenverhalten zu beeinflussen, weil die Wirkung von Bildern weniger kontrolliert werden kann als der Werbetext.

  • KonsumentInnen werden immer mehr angehalten, passiv zu schauen und zu erleben, anstatt aktiv zu lesen (vgl. Kroeber-Riel/Esch: 2011: 26, Schönbach: 2009: 78ff). Eine schnelle Visualisierung und ein hoher Wert an Wiedererkennbarkeit werden immer lebensnotwendiger im Marketing. Dies kommt vor allem in der Entwicklung der Markenlogos zum Ausdruck. Prägnante Markenlogos, die man sofort auf einen Blick einordnen kann, sind besonders erfolgreich (vgl. Schönbach: 2009: 78).

 

  • In der bildlichen Gestaltung gibt es drei wichtige Faktoren zu beachten (Schweiger/Schrattenecker: 2009: 218):

Einfachheit: Regelmäßigkeit, Geschlossenheit, Symmetrie
Einheitlichkeit: farblich und graphisch wenig strukturiert

Kontrast: Farben, die sich deutlich voneinander unterschieden.