Hintergrund – Ethik-Kodex

EthikFür Werbetreibende stellt es eine willkommene Hilfe dar, herauszufinden, welche Werbesujets sozialverträglich sind und welche nicht. Zu diesem Zwecke wurde auch ein Service – Pre-Copy-Advice -  eingerichtet, das Werbetreibenden die Möglichkeit zur Vorabfrage ihrer Werbesujets bietet.

  • Selbstbeschränkungsmaßnahmen greifen im Vorfeld und am Rande von gesetzlichen Regelungen. Das ist auch der große Vorteil von Selbstdisziplin gegenüber Fremddisziplinierung und staatlicher Regulierung. Durch Selbstbeschränkungsmechanismen können Fehlerscheinungen nicht nur rasch und kostengünstig überwacht und korrigiert werden, sie sind auch in grundsätzlichen Fragen wie Ethik und Moral der Rechtsordnung überlegen.
  • Was sozial unverträglich oder diskriminierend ist, können einzig und allein kulturelle Einstellungen und Werte der Gesellschaft entscheiden, die sich laufend weiter entwickeln und nicht in ein gesetzliches Regelwerk gegossen werden können.
  • Im Gegensatz zur Rechtsordnung sind Selbstbe-schränkungsmechanismen in der Lage, solche Phänomene in den Griff zu bekommen. Selbstbeschränkungsrichtlinien zeichnen sich durch einen hohen Grad an Eigendynamik aus. Der daraus entstandene Ethik-Kodex der Werbewirtschaft wird in regelmäßigen Abständen immer dem Gesellschaftswandel und Wertewandel angepasst.
  • Selbstregulierung der kommerziellen Kommunikation hat in Österreich einen bisher noch nie dagewesenen Stellenwert erreicht. Das Selbstbeschränkungssystem sichert die Freiheit der Werbung als eine Form des Grundrechts der freien Meinungsäußerung. Der Österreichische Werberat etabliert ein funktionierendes Selbstregulierungsinstrument, das sich ununterbrochen an die schnellen Entwicklungen der Werbebranche anpasst. Werbung ist einem rasanten Wandel unterworfen. Sie steht nie im Stillstand, genauso wenig wie der Österreichische Werberat.
  • Der Ethik-Kodex der Werbewirtschaft – also die Gesamtheit der Selbstbeschränkungsrichtlinien, hat sich die österreichische Werbewirtschaft freiwillig auferlegt und bekennt sich dazu. Der Ethik-Kodex selbst wurde in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil “Grundsätzliche Verhaltensregeln” umfasst vornehmlich Richtlinien betreffend sensible Bereiche wie zB Ethik und Moral, Gewalt, Gesundheit, Allgemeine Werbegrundsätze uvm und stellt das “Herzstück” des Ethik-Kodex der Werbewirtschaft dar.
    Im zweiten Teil “Spezielle Verhaltensregeln” werden Bereiche geregelt, die im Laufe der Zeit entweder national oder international besondere Aktualität erlangt haben und daher spezieller Regelungen (zB Geschlechterdiskriminierende Werbung, Diskriminierung von Älteren Personen, Kinder und Jugendliche) bedürfen.