Werberat – Retusche Barometer

Kritik ist gut, Vorbild ist besser.” – Lothar Schmidt

Werberat_ZahnradSelbstregulierung der kommerziellen Kommunikation hat in Österreich einen bisher noch nie dagewesenen Stellenwert erreicht. Das Selbstbeschränkungssystem sichert die Freiheit der Werbung als eine Form des Grundrechts der freien Meinungsäußerung. Der Österreichische Werberat etabliert ein funktionierendes Selbstregulierungsinstrument, das sich ununterbrochen an die schnellen Entwicklungen der Werbebranche anpasst. Werbung ist einem rasanten Wandel unterworfen. Sie steht nie im Stillstand, genauso wenig wie der Österreichische Werberat.

Die schnellen Entwicklungen innerhalb der Branche spiegeln sich auch im Ethik-Kodex wider, der schnell und professionell auf neue Trends reagiert. Trends, die sich in den letzten Jahren teilweise beunruhigend und sehr schnell entwickelt haben. Ungesunder Schlankheitswahn, unrealistische Schönheitsideale und gefährliche Nachahmungsgefahr beunruhigen verantwortungsbewusste Werbetreiber und gefährden KonsumentInnen. Um diesen Trends bewusst gegensteuern zu können, wurde der Ethik-Kodex der Österreichischen Werbewirtschaft in den vergangenen Jahren mehrmals überarbeitet.

Retusche-Barometer

Im Rahmen des Retusche-Barometers präsentiert der Werberat zeitgemäße wissenschaftliche Studien, Reporte und Berichte, die den rasanten Wandel, dank Technologie und Massenmedien, deutlich machen sollen. Diese aktuellen Daten, Zahlen und Fakten beweisen den dringenden Bedarf an Handlungen!

Wir fassen die Lage nicht nur zusammen, sondern agieren! Wir tragen dazu bei, dass eine freie Entfaltung der Kreativität in der Werbebranche sichergestellt wird sowie Missbräuche und Fehlentwicklungen korrigiert werden.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Frauen und öffentlichen Dienst als auch dem Bundeskanzleramt stellt der Österreichische Werberat ein „Retusche-Barometer“ auf der Homepage des Werberates zur Verfügung.

Ziel ist es, durch theoretische Aufarbeitung der werblichen Bildbearbeitung zum Verständnis speziell bei Jugendlichen beizutragen – v. a. die damit verbundene gesundheitliche Gefährdung durch Nachahmung soll unterbunden werden.

Die vorliegende Arbeit soll nicht als allgemeine Kritik der Werbung verstanden werden. Es gilt vielmehr herauszufinden, nach welchen Richtlinien und Vorbildern Bildbearbeitung stattfindet und mit welchen Auswirkungen zu rechnen ist.

  • Junge Erwachsene gelten als die derzeit am stärksten beobachtete Konsumentengruppe von Unternehmen.
  • Für den Werbemarkt wirken Jugendliche ideal als Zielgruppe, da sie als leicht beeinflussbar gelten und meist schon fleißige KonsumentInnen sind (vgl. Kroeber-Riel et al.: 2009: 492).
  • Ein/e durchschnittliche/r deutsche/r Bürger/in ist mit 2000-5000 Werbebotschaften pro Tag konfrontiert (in den 80er waren es um die 650).
  • Dies sind rund 12 Stunden pro Woche, in denen wir uns bewusst oder unbewusst mit Werbung beschäftigen (Langner: 2007: 13). Ähnliche Werte werden für Österreich erwartet.